Vergleich SuSE / Debian
Vergleich SuSE / Debian
Auch wenn das Thema bereits in anderen Threads teilweise angesprochen wurde, würde ich diesen Thread gerne nutzen um SuSE und Debian jeweils in den aktuellsten Versionen technisch / funktional zu vergleichen:
Es gibt eine Reihe Debian Dogmatiker, die andere Distributionen (z.B. SuSE) verpöhnen und ablehnen. Würde gerne von euch Beweggründe kennenlernen, die für die Wahl der einen bzw. der anderen Distribution eine Rolle gespielt haben.
Ich persönlich setze auf den Servern, die ich betreue und installiert habe SuSE 7.3 , 8.1 und auf den neusten 8.2 ein. Bin damit sehr zufrieden... Finde das System transparent, die Hardwareunterstützung ist gut, KDE 3 ist bei SuSE 8.2 auch schon dabei...
Gruß
Robin
Es gibt eine Reihe Debian Dogmatiker, die andere Distributionen (z.B. SuSE) verpöhnen und ablehnen. Würde gerne von euch Beweggründe kennenlernen, die für die Wahl der einen bzw. der anderen Distribution eine Rolle gespielt haben.
Ich persönlich setze auf den Servern, die ich betreue und installiert habe SuSE 7.3 , 8.1 und auf den neusten 8.2 ein. Bin damit sehr zufrieden... Finde das System transparent, die Hardwareunterstützung ist gut, KDE 3 ist bei SuSE 8.2 auch schon dabei...
Gruß
Robin
Re: Vergleich SuSE / Debian
versuch einmal was von Hand an den SuSe-Konfig-Files zu ändern..
Einmal Yast, immer Yast
Suse ist vor allem für Anfänger gut, Profis bevorzugen Debian, Gentoo o.a.
Einmal Yast, immer Yast
Suse ist vor allem für Anfänger gut, Profis bevorzugen Debian, Gentoo o.a.
Re: Vergleich SuSE / Debian
- Debian hat von den mir bekannten Systemen die beste Paketverwaltung: Es reichen zwei Befehle, um das System auf den neuesten Stand zu bringen, wenn ein Sicherheitsloch bekannt wird.
- Wenn du in den Konfigurationsdateien etwas änderst, kannst du dir sicher sein, dass dir kein SuSEConfig darin herumpfuscht, bei Paketupdates wird bei geänderten Konfigurationsdateien auch immer extra gefragt.
- Die stable Distribution bleibt bis zum Release der nächsten Stable immer erhalten, Bugfixes werden auf die in stable vorhandenen Paketversionen angewendet.
Re: Vergleich SuSE / Debian
Profis bevorzugen Wartungsverträge ;)Jtb wrote: Suse ist vor allem für Anfänger gut, Profis bevorzugen Debian, Gentoo o.a.
Die Argumentation dass SuSEconfig configdateien überschreibt mit seine interne config stimmt, ist aber gegenüber Debian kein Nachteil. Beide Systemem kann ich wunderbar per Hand editieren wenn ich will. Darüberhinaus bietet SySU für technsich nicht so evrsierte Admins die möglichkeit über ein eigenen Tool teile vom System zu administrieren. Debian nicht. Dem Adin musst halt klar sein, dass wenn er files per hand editiert und trotzdem weiterhin yast benutzen möchte dieser schützen muss, z.B. mit chattr +i Yast ist eine Möglichkeit, kein Muss.
Die Paketverwaltung ist bei Debian besser.
SuSE bemüht sich darum sein System LSB konform zu halten im gegensatz zu manch andere ;)
Re: Vergleich SuSE / Debian
Dann kennst du wohl weder FreeBSD noch Gentoo.wirsing wrote:Debian hat von den mir bekannten Systemen die beste Paketverwaltung: Es reichen zwei Befehle, um das System auf den neuesten Stand zu bringen, wenn ein Sicherheitsloch bekannt wird.
Das kannst du dir unter SuSE auch, wenn du willst. Das SuSEConfig Konfigurationdateien generiert lässt sich sehr leicht abschalten.Wenn du in den Konfigurationsdateien etwas änderst, kannst du dir sicher sein, dass dir kein SuSEConfig darin herumpfuscht, bei Paketupdates wird bei geänderten Konfigurationsdateien auch immer extra gefragt.
Warum sollte das ein Vorteil sein?Die stable Distribution bleibt bis zum Release der nächsten Stable immer erhalten, Bugfixes werden auf die in stable vorhandenen Paketversionen angewendet.
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captaincrunch
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Re: Vergleich SuSE / Debian
Im Falle von Debian zieht das Argument aber weniger als gar nicht ... ;)SuSE bemüht sich darum sein System LSB konform zu halten im gegensatz zu manch andere
Mein hauptsächlicher Beweggrund pro Debian ist defintiv das Paketmanagement, das ich besser bisher noch nicht gesehen habe (abgesehen von Gentoo, baer Gentoo ist halt nichts für Server ;) ). Ein klareres, überschaubareres und schmales System habe ich bisher noch nicht finden können.
Desweiteren achten die Debian-Maintainer mehr als die kommerziellen Distributoren nicht auf Features, sondern eher auf Stabilität, was die lange Releasezyklen erklärt, manche aber auch auch klaren Nachteil Debians sehen (aber auch dem kann man beikommen).
DebianHowTo
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
Re: Vergleich SuSE / Debian
Moment - was sind eigentlich die Vorzüge von den ports? Ich hatte mal gentoo auf meinem Heimrechner - das hat aber Stunden gedauert bis erst mal ein Basissystem da war. Und mein System ist kein 486, sondern ein Athlon.
Re: Vergleich SuSE / Debian
Es läuft nicht nur wie Debian oder SuSE. Es läuft auch noch schnell. Natürlich darf man erstmal ein paar Stunden gcc bei der Arbeit zuschauen, besonders wenn man ein stage1 tarball benutzt hat. Aber das ist es Wert. Außerdem hat man mit emerge sync; emerge --update world immer ein aktuelles System. Das lässt sich sogar problemlos per cron starten, was bei Debian nicht drin ist. Die Installation ist genauso einfach wie bei Debian, statt apt-get install kde halt emerge kde. Und das Slot System ist einzigartig. Das hat weder Debian noch SuSE.
Re: Vergleich SuSE / Debian
hmm... wann wurde Debian LSB/FHS zertifiziert? (muss ich verpasst haben)CaptainCrunch wrote:Im Falle von Debian zieht das Argument aber weniger als gar nicht ... ;)SuSE bemüht sich darum sein System LSB konform zu halten im gegensatz zu manch andere
man apt4rpmCaptainCrunch wrote:Mein hauptsächlicher Beweggrund pro Debian ist defintiv das Paketmanagement, das ich besser bisher noch nicht gesehen habe (abgesehen von Gentoo, baer Gentoo ist halt nichts für Server ;) ). Ein klareres, überschaubareres und schmales System habe ich bisher noch nicht finden können.
Die 'komerziellen' Distributoren verdienen mit regelmässigen Releasen die Brötchen für ihre Entwickler - Wo wären wir denn heute ohne RedHat/SuSE/etc.? Schmeisst doch mal sämtliche von RedHat-Entwicklern stammenden Patches aus der libc und lasst das übrig gebliebene Häufchen Elend von 'Debian-Maintainern' auf den aktuellen Stand bringen...CaptainCrunch wrote:Desweiteren achten die Debian-Maintainer mehr als die kommerziellen Distributoren nicht auf Features, sondern eher auf Stabilität, was die lange Releasezyklen erklärt, manche aber auch auch klaren Nachteil Debians sehen (aber auch dem kann man beikommen).
Wann hört dieses ständige, auf Vorurteilen basierende, '$OS1 ist besser als $OS2' bashing endlich auf?
OK, genug unbeliebt gemacht...
Re: Vergleich SuSE / Debian
Dieses immer wieder genannte Argument der Gentoofans wurde leider durch Praxistests widerlegt. http://lists.debian.org/debian-news/deb ... 00041.htmlEs läuft nicht nur wie Debian oder SuSE. Es läuft auch noch schnell.
Benchmarking Debian's Performance. Indranath Neogy tried to
[35]discover what kind of gains the source based nature of Gentoo
might give it over Debian and Mandrake. The tests included timing how
long it took to open a large sheet in Gnumeric, how long to compile
the Linux kernel and how long to perform various operations in GIMP.
Gentoo was expected to lead in the tests, but the results showed no
significant variation between the distributions. Simple recompiling
doesn't seem to speed things up, fine grained tuning may.
35. http://articles.linmagau.org/modules.ph ... 227&page=1
Da kann man zwar auch mit 2 Befehlen updaten, besser ist deren Paketverwaltung deshalb aber noch lange nicht.øxygen wrote:Dann kennst du wohl weder FreeBSD noch Gentoo.wirsing wrote:Debian hat von den mir bekannten Systemen die beste Paketverwaltung:Es reichen zwei Befehle, um das System auf den neuesten Stand zu bringen, wenn ein Sicherheitsloch bekannt wird.
wirsing hatte sich vermutlich etwas undeutlich ausgedrückt: Ich nehme an, er wollte damit sagen, dass es in stable keine neuen Versionen von Software gibt. Der Vorteil dabei ist, dass man sich keine neuen Bugs einfängt, man seine Konfig nicht zerschießt, etc. Der Nachteil ist, dass man mit der Zeit ziemlich veraltete Software hat - die aber sicher und stabil ist.øxygen wrote:Warum sollte das ein Vorteil sein?wirsing wrote:Die stable Distribution bleibt bis zum Release der nächsten Stable immer erhalten, Bugfixes werden auf die in stable vorhandenen Paketversionen angewendet.
Auch bei Debian kannst du apt-get update && apt-get upgrade in nen crontab reinschreiben. Dass man das aber bei BEIDEN Systemen nicht wirklich machen will, ist wohl klar.Außerdem hat man mit emerge sync; emerge --update world immer ein aktuelles System. Das lässt sich sogar problemlos per cron starten, was bei Debian nicht drin ist.
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captaincrunch
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Re: Vergleich SuSE / Debian
Wer sagt das ? Eine Möglichkeit wäre z.B. cron-apt, was mir persönlich immer noch lieber wäre als ein emerge per cron, da ich auch beim händischen emergen schon mal ein bis zwei Problechen hatte, die nur durch händisches zutun zu lösen waren.Außerdem hat man mit emerge sync; emerge --update world immer ein aktuelles System. Das lässt sich sogar problemlos per cron starten, was bei Debian nicht drin ist.
Debian mag zwar nicht LSB-zertifiziert sein, mittlerweile wird aber ein Hauptaugenmerk auch darauf gelegt. http://people.debian.org/~joeyh/lsbtest/current/hmm... wann wurde Debian LSB/FHS zertifiziert? (muss ich verpasst haben)
Ich setze apt4rpm auf RedHat ein, vermisse aber trotzdem manches, was ich vom "normalen" apt her kenne.man apt4rpm
Was auch ihr gutes Recht ist, was ich auch gar nicht anzweifeln möchte. Ich redete aber im Gegensatz zu dir davon, dass kurze Releasezyklen nicht auch zwangsläufig Stabilität bedeuten müssen.Die 'komerziellen' Distributoren verdienen mit regelmässigen Releasen die Brötchen für ihre Entwickler
ACKWann hört dieses ständige, auf Vorurteilen basierende, '$OS1 ist besser als $OS2' bashing endlich auf?
DebianHowTo
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
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rootmaster
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Re: Vergleich SuSE / Debian
Hat schon mal wer HURD ausprobiert?rootmaster wrote:debian != linux ;)
Und @dodolin: Kann sein, dass ich mich undeutlich ausgedrückt habe. Aber deine "Deutungen" drücken das aus, was ich auch ausdrücken wollte. Insbesondere in puncto stable.
Re: Vergleich SuSE / Debian
Klar gutes Paketmanagement ist eine Sache - aber ist das unbedignt DER Grund , warum ich mich für Debian entscheiden muss...
Nur ein Beispiel: Ich möchte gerne den aktuellesten Apache mit einigen Zusatzmodules auf meinem Server laufen lassen, finde aber weder ein .deb Paket noch ein rpm Paket. Was nun? Ich muss die Sourcen kompilieren. Genau an der Stelle spielt es doch gar keine Rolle mehr, was für ein Paketmanagement ich einsetze, sondern da kommt es dann nur noch drauf an, evtl. fehlende Bilblioteken zu installieren, damit die Kompilierung erfolgreich verläuft. Unter SuSE und mit Hilfe von Yast sind die fehlenden Pakete sehr schnell installiert. Yast bietet eine sehr gute Suchfunktion, die in den meisten Fällen brauchbare Ergebnisse ausspuckt. Bekomme ich beim Kompilieren eine Fehlermeldung, kann ich von dieser Meldung ja noch nicht zwangsläufig auf den Paketnamen schließen, der mir fehlt.. Meines Wissens bietet Debian keine besonders schöne und schnelle Suchfunktion für einen solchen Fall an... (apt-get nützt ja erst mal nicht viel, weil ich gar nicht weiß, wie das Paket heißt, das ich installieren möchte)
Wir würde man bei fehlenden Biblioteken unter Debian vorgehen? Leider habe ich zu wenig Debian Erfahrung um ein genaues Urteil darüber abgeben zu können...
Nur ein Beispiel: Ich möchte gerne den aktuellesten Apache mit einigen Zusatzmodules auf meinem Server laufen lassen, finde aber weder ein .deb Paket noch ein rpm Paket. Was nun? Ich muss die Sourcen kompilieren. Genau an der Stelle spielt es doch gar keine Rolle mehr, was für ein Paketmanagement ich einsetze, sondern da kommt es dann nur noch drauf an, evtl. fehlende Bilblioteken zu installieren, damit die Kompilierung erfolgreich verläuft. Unter SuSE und mit Hilfe von Yast sind die fehlenden Pakete sehr schnell installiert. Yast bietet eine sehr gute Suchfunktion, die in den meisten Fällen brauchbare Ergebnisse ausspuckt. Bekomme ich beim Kompilieren eine Fehlermeldung, kann ich von dieser Meldung ja noch nicht zwangsläufig auf den Paketnamen schließen, der mir fehlt.. Meines Wissens bietet Debian keine besonders schöne und schnelle Suchfunktion für einen solchen Fall an... (apt-get nützt ja erst mal nicht viel, weil ich gar nicht weiß, wie das Paket heißt, das ich installieren möchte)
Wir würde man bei fehlenden Biblioteken unter Debian vorgehen? Leider habe ich zu wenig Debian Erfahrung um ein genaues Urteil darüber abgeben zu können...
Re: Vergleich SuSE / Debian
Dann such halt in dselect. Ist auch kein Problem. Aber vielleicht gibt es dein Paket ja sogar in sid? Dann kannst du ja das installieren.
Re: Vergleich SuSE / Debian
tuxyso: Meistens findest du eine neue Softwareversion sehr schnell in unstable (oder auf http://packages.qa.debian.org). Mit den dort erhältlichen Sourcen kannst du dir ganz leicht dein eigenes .deb zusammenbasteln.
Und eine nette Packetsuche gibt's auch: "apt-cache search <bla>".
JamesB
Und eine nette Packetsuche gibt's auch: "apt-cache search <bla>".
JamesB
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captaincrunch
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Re: Vergleich SuSE / Debian
Desweiteren : wenn's um ein bestimmtes File geht, was Problem beim kompilieren macht, weil es nicht installiert ist, hilft einem ein
(wobei das File dann (im Gegensatz du dpkg -S FILENAME) auch aus nicht installierten Paketen stammen kann)
Code: Select all
apt-get install apt-file
apt-file update
apt-file search FILENAMEDebianHowTo
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc
