NAS / GigaBit Lan / SATA-Performance

Hardwarespezifische Dinge
blacksavior
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NAS / GigaBit Lan / SATA-Performance

Post by blacksavior »

Hallo Zusammen,
kurz vorab: Alles was wir an Serverdiensten haben, läuft auf 1&1 Root-Servern. Lokale Daten liegen momentan auf einer Linuxkiste, welche unterm Schreibtisch steht. Letztere ist mittlerweile zu klein, zu langsam und ganz ehrlich: da sie nur noch als reine Netzwerkfestplatte genutzt wird zu Wartungsintensiv. Sprich: wir stocken nicht die Linuxkiste auf, sondern schaffen uns ein NAS mit Weboberfläche, Raid, SMB, FTP und co an. Die TerraStation-Serie von Buffalo ist beispielsweise interessant.

Zur Diskusion steht hier jedoch nicht der NAS ansich, sondern: Braucht diese kleine Blackbox unbedingt S-ATA 2?

Rein rechnerisch: S-ATA1 hat 150MByte/s, d. h. ca. 1,2GBit/s. Ein 1000er Lan hat theoretisch 1 GBit/s. Macht somit rein rechnerisch schon gar keinen Sinn ein S-ATA 2 mit einer 300er pipe zu nehmen. Somit würde S-ATA 2 nur zum Zuge kommen, wenn eine Platte ausgetauscht wird und neu gespiegelt wird.
Was meint Ihr; wo hinkt meine Rechnung?
blacksavior
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Re: NAS / GigaBit Lan / SATA-Performance

Post by blacksavior »

Danke für die fixe Beteiligung.

Die Box wird nie direkt an einen Rechner angeschlossen werden - auch wenn ich das Wort "nie" ungerne verwende. ABer danke für den Hinweis.

Vom Kostenfaktor her: Ja, SATA 2 Systeme sind um einiges teuerer, zumindest wenn man sich ein fertiges System kauft. Ich schreib mal etwas zu unseren Überlegungen:

VOrab: Uns kommt es hauptsächlich auf die TCO an. Was bringt mir ein - Preisgünstigeres -Linuxsystem was dazu auch noch mehr kann. Wenn man alle paar Wochen für das Insatllieren Sicherheitsrelevanter Patche Arbeitsstunden verbrät. Thema verbraten, der Stromverbrauch fällt natürlich auch in die TCO.

Wir haben uns z. B. die Terrastation von Buffalo angesehen. Die unterstützt Raid 0,1,5,10, hat 4 SATA Platten, FTP, SMB, MS Active File und Co. Des Weiteren ist eine Backupsoftware installiert (Memeo), welche man so einstellen kann, dass bei ANschluss einer USB Platte automatisch eine Datensicherung (auch inkrementell) beginnt. Weiterhin kann man über die beiden USB-Anschlüsse Festplatten als Erweiterung anschließen, welche zugegeben, dann nicht gespiegelt wären. DIe Kisten gibt es von 1TB bis 4 TB, wobei wir mit einem Raid 10 bei effektiven 0,5 bis 2 TB liegen würden. Die Administration läuft über ein Webinterface, bzw. kann wahlweise auch teilweise über einen lokal installierten Client erledigt werden.

Die beiden dicken Pluspunkte für solche Boxen, egal ob Buffalo oder andere:
1) Der Wartunsaufwand beschränkt sich auf gelegentliches Update der Firmware.
2) Ohne USB-Platten brauct die Kiste nur 21 Watt
D. h. die TCO sind verdammt gering

Nachteil: Nur SATA 1. Andere Hersteller haben teilweise auch SATA2, jedoch liegen die dann um 25-50% höher im Preis.

Achja, einen eSATA-Anschluss hab ich noch bei keinem NAS gesehen - zumindest nicht bei diesen hier. Den kenne ich nur von "passiven" Systemen, also den reinen HD-Racks und den kleinen externen Platten.

Ich frage mich halt, ob uns diese Mehrkosten für ein SATA2 System etwas bringen...
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daemotron
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Re: NAS / GigaBit Lan / SATA-Performance

Post by daemotron »

Die Frage ist doch, welche Daten auf so einem NAS gelagert werden sollen. Wenn geringe Latenz und hoher Durchsatz unabdingbar sind (Backend für einen Hochlast-DB-Cluster), ist auch die Bestückung mit schnellen Platten sinnvoll - so etwas betreibt man dann aber nicht als NAS, sondern als SAN. Bei einem NAS sind schon aufgrund der verfügbaren Netzwerk-Dateisysteme (NFS, SMB/CIFS) die Zugriffszeiten nicht besonders fix. Schnellere Platten mit geringerer Latenz und höherem Durchsatz ändern daran nur wenig.
blacksavior
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Re: NAS / GigaBit Lan / SATA-Performance

Post by blacksavior »

Danke für die Infos. An diesem System werden nachher nicht mehr als 5-10 Clients hängen. Von Raid 5 würde ich absehen, da wir hauptsächlich kleine Files haben. Auf dem NAS kommt nur der ganze Krempel, den man als Firma so an Dateien mitschleppt. D. h. einerseits die ganzen Office-Dokumente wie Korrespondenz, Planungen usw., andererseits auch die Kundendaten (Sourcecodes der Projekte etc.). Ein Small-Office-NAS sozusagen. Da die Clientseitigen Programmiertools direkt auf dem NAS zugreifen sollen, ist mir hier der schnelle Zugriff auf die kleinen Files wichtig. Um halt Suchen innerhalb der Sourcecodes für die Entwickler möglichst schell zu machen.

Das der Durchsatz trotz FIberChannel bei Raid 5 sooo gering ist... das hätte ich nicht gedacht.