Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Apache, Lighttpd, nginx, Cherokee
badbear
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Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by badbear »

Hallo zusammen ....

Ich habe mir als Anfänger einen Rootserver zum üben und lernen zugelegt. Dieser soll nun neu installiert werden. Folgende Optionen stehen mir dabei zur Verfügung:

Debian 3.1
Debian 3.1 mit Plesk 7.5
Debian 3.1 mit Plesk 7.5 Raid 1
Debian 3.1 Raid 1
Suse 9.3
Suse 9.3 mit Plesk 7.5
Suse 9.3 mit Plesk 7.5 Raid
Suse 9.3 Raid 1

Welche Installation ist empfehlenswert und wenn mir der eine oder andere von Euch bei seiner Antwort vielleicht begründen könnte, warum er diese ausgewählt hat.

Bin absoluter Server-Neuling mit Linux Grundkenntnissen, habe mir jetzt einiges an Literatur zugelegt und nun sollen die praktischen Übungen folgen.

Schon im voraus besten Dank für Eure Bemühungen bzw. Antworten.

Gruß, Uwe
blnsnoopy26
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by blnsnoopy26 »

Ein Rootserver der öffentlich erreichbar ist sollte nie zum üben benutzt werden.

Dazu kann man auf einem Homerechner mit vmware eine Testkiste aufsetzen und üben.
badbear
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by badbear »

@blnsnoopy26
Danke für den Hinweis. Ich bin zwar Serverneuling bezüglich Administation ... dennoch sind mir diese Sicherheitsaspekte bekannt.

Wenn Du jetzt noch eine Empfehlung in Sachen Installationsvariante hättest, wäre mir sehr geholfen.

Gruß, Uwe
elch_mg
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by elch_mg »

Ist ja nett dass sie dir bekannt sind, das hilft allerdings auch nicht weiter, wenn deine "Übungs-Kiste" aufgrund mangelnder Kenntnisse zur Spamschleuder wird. Deine Trafficrechnung, ob du auf Blacklists landest ist dabei noch ziemlich egal, es nervt nur den Rest der Welt.

Aber damit du meinen Kommentar nicht als gänzlich unnütz schimpfst.. Installier Debian 3.1 ohne alles, oder wenn du möchtest mit RAID.
Ohne das Plesk-Geraffel lernt es sich deutlich schneller, und es pfuscht auch nichts dazwischen.
blnsnoopy26
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by blnsnoopy26 »

elch_mg wrote:Ist ja nett dass sie dir bekannt sind, das hilft allerdings auch nicht weiter, wenn deine "Übungs-Kiste" aufgrund mangelnder Kenntnisse zur Spamschleuder wird. Deine Trafficrechnung, ob du auf Blacklists landest ist dabei noch ziemlich egal, es nervt nur den Rest der Welt.

Aber damit du meinen Kommentar nicht als gänzlich unnütz schimpfst.. Installier Debian 3.1 ohne alles, oder wenn du möchtest mit RAID.
Ohne das Plesk-Geraffel lernt es sich deutlich schneller, und es pfuscht auch nichts dazwischen.
und wenn es ein Admintool sein soll, dann syscp, das gräbt sich nicht so ins system ein frisst auch nicht soviel resourcen wie Plesk.
elch_mg
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by elch_mg »

ich stehe auf dem Standpunkt, dass Admin-Tools erstmal nichts auf dem System verloren haben. Hatn ganz simplen Grund: Man ist gezwungen, erstmal alles per Hand zu machen und lernt dadurch deutlich mehr kennen. Das hilft, wenn das Admin-Tool mal spinnt...
pandur2000
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by pandur2000 »

Ich mag auch mal kurz meinen Senf dazu abgeben..

Ich habe ebenfalls versucht!, mit einer lokalen Installation zu "üben" oder diverse Konfigurationen/Software auszuprobieren, ohne meinen Root zu zerschießen - kannst Du abhaken. Solange Du keine Installation hast, die einigermaßen mit denen der weitverbreiteten Root-Kisten übereinstimmt, nutzt Dir die Übung recht wenig.

Ich hab learning by doing gemacht. Wenn immer ich eine Sache ändern, upgraden, updaten oder sonstwas händisch machen wollte, habe ich mich GRÜNDLICH u.A. hier erkundigt - und so eine MENGE gelernt, auch mit einer Menge Fehlern die ich dann mittels Google&Co ausgebügelt habe (ausbügeln MUSSTE, *g*).

Bei einem Mailserver kein Openrelay stehen zu lassen gehört wohl zur Grundregel #1 die man lernen sollte.

Die Variation Confixx3 Suse9 hat bei mir noch den größten Lerneffekt hervorgerufen, da man hier noch so einiges Vieles von Hand nachbessern muss (Nehmen wir mal das Thema Spamassassin+xyz-Mailserver undundund).

Ergo, ich würde unbedarft einfach einen kleinen Vserver mit Suse+Confixx empfehlen, eine waghafte Ziele und viel Vergnügen beim dauerhaften neuaufsetzen. Nichts tun, ohne vorher GRUNDLEGEND nachgedacht zu haben.. Dann kann eigentlich im Sinner der Sicherheit schon nicht mehr SO viel schiefgehen.

Vorgenommene, erfolgreiche Schritte aufschreiben und wenn etwas nicht funktioniert wie gewünscht, nicht aufgeben aber den entsprechenden Service STOPPEN bevor man nach Stunden ins Bett eilt ;) .

Hab auch ne kleine hilfreiche Linksammlung zum Thema, bei Interesse > PM.

Ach noch was ;)

jeder lernt anders: Ich am besten im kalten Wasser.
Bücher undundund haben mir nicht geholfen, mal ab von Sachen wie: Bedienung der Bash oder vi ;)
wgot
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by wgot »

Hallo,
Pandur2000 wrote:Solange Du keine Installation hast, die einigermaßen mit denen der weitverbreiteten Root-Kisten übereinstimmt, nutzt Dir die Übung recht wenig.
was hindert Dich daran, Deinen Übungsrechner entsprechend einzurichten? Ob die gleiche Netzwerkkarte drin ist und die Platte gleich groß usw. ist ohne Bedeutung.
jeder lernt anders: Ich am besten im kalten Wasser.
Stimmt - Trafficrechnungen von 6000 Euro (zugegeben, heute nicht mehr ganz aktuell), mal eben 50 Euro für die Wiederfreischaltung nach Sperre durch den Provider, ein Mailversand der auch dann nicht funktioniert wenn man die Config endlich hinbekommen hat (weil die IP inzwischen auf allen Blacklists ist) oder eine Abmahnung im Briefkasten sind sehr erfrischend und wachmachend.

Gruß, Wolfgang
elch_mg
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by elch_mg »

wgot wrote:Stimmt - Trafficrechnungen von 6000 Euro (zugegeben, heute nicht mehr ganz aktuell), mal eben 50 Euro für die Wiederfreischaltung nach Sperre durch den Provider, ein Mailversand der auch dann nicht funktioniert wenn man die Config endlich hinbekommen hat (weil die IP inzwischen auf allen Blacklists ist) oder eine Abmahnung im Briefkasten sind sehr erfrischend und wachmachend.
ack. Ich weiss nicht wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass sich Root/v/SonstigeServer zum Üben eignen...
pandur2000
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by pandur2000 »

wgot wrote:Hallo,
Pandur2000 wrote:Solange Du keine Installation hast, die einigermaßen mit denen der weitverbreiteten Root-Kisten übereinstimmt, nutzt Dir die Übung recht wenig.
was hindert Dich daran, Deinen Übungsrechner entsprechend einzurichten? Ob die gleiche Netzwerkkarte drin ist und die Platte gleich groß usw. ist ohne Bedeutung.

Na ja, ich will es mal so sagen: Ist mir seit 2003 nicht passiert, das Thema Trafficrechnung usw.

Okay, ich will es mal etwas milder ausdrücken: Eine gewisse Grundkenntnis von Servern, Linuxarchitektur und BIG-NONOs sollte man sich vorher aneignen. Trotzalledem: Man hat so schnell eine unsichere Umgebung geschaffen wenn man ohne Recherche bastelt, das passiert nicht nur Anfängern. Meistens nur denen, die sich nicht ausreichend erkundigen bevor sie loslegen.

Unter "üben" verstehe ich zudem auch nicht unbedingt den Grundkurs Linux sondern das Auseinandersetzen mit Webservern und deren Begebenheiten.

Also ich hab es noch nicht geschafft eine annähernd gleiche Umgebung wie auf dem Root zu schaffen, von der Hardware mal ganz abgesehen.. Jeder Provider hat seine eigenen Images mit eigenen, sonderhaften Paketen - die einen arbeiten mit speziellen IMAPs, andere haben dies und jenes angepasst..
philippxp
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by philippxp »

Wie oben schon erwähnt hat es im großen und ganzen wirklich vom einzelnen ab und wie stark er sich mit dem Thema beschäftigt. Ich hatte vorher auch immer bloß Testkisten rumstehen bzw. auch VM's in dennen ich mich mit Linux auseinandergesetzt hatte. Hatte zwar schon auch Webserver usw. aufgesetzt aber so richtig angefangen hab ich dann als es bei Server4you so einen Test Vserver für ein paar Tage gabt und da mal was in der richtigen Umgebung installiert. Ich hab mir gesagt du willst eine Admin Oberfläche. Du willst Debian. Was kommt dafür in Frage? Sowas wie Confixx fand ich hässlich, greift einfach ein seh ich nicht genau wie alles abläuft im Hintergrund. Was ist wenn Fehler sind? Also kamm als gute Alternative SysCP ins Spiel. Die Installation lief nicht ohne Fehler ab aber daraus lerne ich. Der Server läuft heute noch und es waren keine so großen Probleme zu bemängeln außer das ich vor ein paar Tagen von meinem Provider die ganze Hardware getauscht wurde weil ich ewig abstürze hatte und ich mir diese nicht erklären konnte. Es lag auch an der Hardware zum Glück.

Am Anfang hab ich dann auch gleich einige HowTos von debianhowto.de durchgemacht und Änderungen auch befolgt. Bis heute versteh ich irgendwie nicht da schimpfen die Leute weil Sie ewig Angriffe über SSH haben aber alles läuft auf Port 22. Wie auf Debianhowto beschrieben einfach mal ändenr und man hat seine Ruhe.

Ich hoff ich bekomm jetzt nicht haue :wink:
r. u. serious
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by r. u. serious »

Pandur2000 wrote:Okay, ich will es mal etwas milder ausdrücken: Eine gewisse Grundkenntnis von Servern, Linuxarchitektur und BIG-NONOs sollte man sich vorher aneignen.
na, also.
Trotzalledem: Man hat so schnell eine unsichere Umgebung geschaffen wenn man ohne Recherche bastelt, das passiert nicht nur Anfängern. Meistens nur denen, die sich nicht ausreichend erkundigen bevor sie loslegen.
Jetzt betreibst du Begriffsklauberei. Jemand der etwas betreibt oder an etwas rumbastelt über das er sich nicht informiert hat, ist im Sprachgebrauch hier nunmal Anfänger bei dem jeweiligen Thema.
Außerdem: Jemand der Grundlagenkenntnisse hat, kann im Falle eies Falles schnell reagieren. Er weißt prinzipiell in welche Logs er schauen kann, welche Diagnose-Befehle ihm zur Verfügung stehen, und wie er herausfindet welche Dienste Probleme machen und wie man ggf. die Kiste vom Netz holt, Analye-Material sichert, und dann neu aufsetzt.
Der typische "Anfänger" über den man sich aufregt,
- merkt erst, dass was nicht stimmt, "wenn das System plötzlich langsamer wird",
- weigert sich die Kiste vom Netz abzuklemmen, "weil er laufen muß, da sind 'Kunden/wichtige Sachen/...' drauf", und er ein vielfaches an Zeit fürs neu aufsetzen brauchen würde, wie ein Erfahrener, und
- sieht nicht ein warum man die Kiste trotzdem neu aufsetzen muß, selbst wenn man das oberflächlichste Symptom eines Einbruchs beseitigt hat
usw. usw.
sondern das Auseinandersetzen mit Webservern und deren Begebenheiten.
Webserver, Mailserver, Systemmonitoring, Diagnosetools, Backups usw. Kann man alles sehr prima auf einem Lokalen System/VM sich einarbeiten.
Also ich hab es noch nicht geschafft eine annähernd gleiche Umgebung wie auf dem Root zu schaffen, von der Hardware mal ganz abgesehen.. Jeder Provider hat seine eigenen Images mit eigenen, sonderhaften Paketen - die einen arbeiten mit speziellen IMAPs, andere haben dies und jenes angepasst..
Wenn man sich daheim mit dem Thema auseinandergesetzt hat, und einen eigenen bevorzugten MTA etc. hat, dann kann man sich genau diese Umgebung auf dem Rootserver ebenso aufbauen. Macht natürlich keinen Sinn zuhause Qmail zu lernen, und dann auf dem Server plötzlich Sendmail nutzen zu wollen. Glücklicherweise zwingt einen ja auch keiner dazu.


Das Betreiben eines Rootservers kann man vielleicht vergleichen mit der Teilnahme am Straßenverkehr. Mit in bißchen Common Sense kann ich mich auch ohne Kenntnis der bunten Lichter und farbigen Schilder eine zeitlang ohne Unfälle durch den Verkehr schlingern (vielleicht reicht es solange aus, bis ich alles notwendige gelernt habe, vielleicht auch nicht). Aber mein Unfallrisiko ist deutlich höher, wenn ich Rechtsfahrgebot, Rechts-vor-Links, Vorfahrtsstraßen, Einbahnstraßen, Autobahnwendeverbot usw. nicht kenne und einfach drauf lose brettere. Wenn ich dann das Fahrzeug nicht warte (zu niedriger Luftdruck in den Reifen) und auch nicht weiß was die blinkenden Licher im Cockpit mir sagen wollen (ABS ausgefallen, verschlechterte Bremswirkung), dann ist der UNfall nur noch eine Frage der Zeit ("Nein, ich kann nicht in die Werkstatt, habe versprochen morgen in Oslo zu sein!"). Ja, zum Glück geht es bei Rootservern nicht um Leben und Tod, aber der mögliche Schaden für andere ist trotzdem erheblich - und er steigt überproportional mit der Anzahl solcher Leute.
flo
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by flo »

Pandur2000 wrote:Also ich hab es noch nicht geschafft eine annähernd gleiche Umgebung wie auf dem Root zu schaffen, von der Hardware mal ganz abgesehen.. Jeder Provider hat seine eigenen Images mit eigenen, sonderhaften Paketen - die einen arbeiten mit speziellen IMAPs, andere haben dies und jenes angepasst..
Das ist aber durchaus möglich - wenn man das System selber aufsetzt, was mit Debian oder Gentoo kein großes Problem darstellt - hier erfolgt dann wirklich nur eine Modulanpassung, bzw. ein anderer Kernel, wenn man nicht auf Module steht.

Ich habe von Debian auf PowerPC bis hin zu einem Opteron-Root bei Strato alles dabei, und die Portabilität von Konfigurationen von Diensten ist sehr gut möglich, sogar zu einem MacOSX-Rechner.

Ich kann zu den Themen Fedora, SuSE, Ubuntu keine Meinung abgeben, weil ich mich damit schlicht nicht so gut auskenne, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Remoteinstallationen damit unmöglich sind.

flo.
wgot
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by wgot »

Hallo,
Pandur2000 wrote:Ist mir seit 2003 nicht passiert, das Thema Trafficrechnung usw.
ist bei den heutigen Trafficflats natürlich kein Thema mehr.
Also ich hab es noch nicht geschafft eine annähernd gleiche Umgebung wie auf dem Root zu schaffen
Hast Du eine SUN gemietet oder zuhause einen C64? :roll:

Die meisten Provider setzen (im Übergabezustand) Suse ein, danach kommt Debian. Webserver ist praktisch immer Apache2, MTA Postfix, Qmail oder (seltener) Sendmail, als Nameserver Bind oder keiner, Datenbank typisch Mysql. DVD von Suse oder Debian einlegen, die gewünschten Dienste auswählen, durchrennen lassen und los geht's mit dem Üben.

Sogar Plesk kann man auf den Übungsserver installieren, ohne Lizenz läuft es im Demo-Mode, AFAIK bedeutet das Beschränkung auf eine Domain.
von der Hardware mal ganz abgesehen.
Also meine Mietserver haben CPU, RAM, Mainboard, HDD und Netzwerkkarte, meine Schrottkisten im Keller auch. Die Apachekonfiguration hängt doch nicht davon ab, welche CPU in der Kiste steckt. Und Kernel compilieren geht bei anderer Hardware auch nicht anders, man braucht nur eine andere Config, die man für's erste mal einfach vom laufenden Kernel übernehmen kann.
Jeder Provider hat seine eigenen Images mit eigenen, sonderhaften Paketen
Runter damit und das drauf was man zuhause kennen und lieben gelernt hat, oder drauflassen und in die Unterschiede einarbeiten.

Ein Rootserver ist ein Klotz Hardware, der ist nicht darauf angewiesen, daß man den exotischen Lieblings-MTA des Providers draufläßt.
andere haben dies und jenes angepasst.
Der Kernel und die Netzwerkkonfiguration müssen zu Hardware und Anbindung passen, ansonsten kann man auf dem Rootserver installieren und konfigurieren wie man will. Auf dem PC surfst Du doch auch nicht mit dem IE nur weil der beim Kauf zufällig drauf war.

Einschränkungen gibt es bei Vservern, da kann man nicht mal eben Suse durch Ubuntu ersetzen, aber den gewünschten MTA usw. installieren ist auch auf Vservern kein Problem.

Gruß, Wolfgang
mc5000
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by mc5000 »

Kann Wolfgang nur zustimmen - es gibt keinen technischen Grund, einen Rootserver als Übungsserver zu verwenden.

Im einfachsten Fall installiert man vmware (o.ä.) und läßt es dort laufen ... ist auch etwas günstiger, als für Übungszwecke einen Laufzeitvertrag mit monatlichen Kosten zu unterschreiben und sich damit noch zur Zielscheibe von unangenehmen und zeitraubenden Folgen zu machen.

Doch ich fürchte, viele finden es einfach "cool" einen Rootserver zu haben ... egal ob man den bedienen kann oder nicht. :twisted:
pandur2000
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by pandur2000 »

Hmmm..
Wenn ich zu Hause einen Linuxserver aufsetze, mich nicht auskenne, und auch mit Dingen wie dem mta herumspiele, setze ich dann nicht genau so eine Kiste ans Netz die im schlimmsten Fall als OR dasteht, ohne das ich, der in diesem Fall keine Ahnung hat, das merke?

Okay, an einer DSL Leitung noch nicht so schlimm wie ein root im RZ, aber immerhin.

Es müsste wirklich mal einen guten Einsteigerkurs: Linux für dummies oder: root für dummies geben. Wenn ich teilweise im Kundenforum meines Providers lese, was da.. Rumläuft, gebe ich Euch denn doch mal lieber uneingeschränkt Recht, was das "Üben" am Root angeht.
Roger Wilco
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by Roger Wilco »

Pandur2000 wrote:Wenn ich zu Hause einen Linuxserver aufsetze, mich nicht auskenne, und auch mit Dingen wie dem mta herumspiele, setze ich dann nicht genau so eine Kiste ans Netz die im schlimmsten Fall als OR dasteht, ohne das ich, der in diesem Fall keine Ahnung hat, das merke?
Natürlich. Aber genau deshalb wirst du mit dem System auch nur lokal herumspielen und die Dienste nicht an das Internet hängen. :roll:
Pandur2000 wrote:Es müsste wirklich mal einen guten Einsteigerkurs: Linux für dummies
Linuxfibel, SelfLinux und der Kofler existieren...
mattiass
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by mattiass »

Pandur2000 wrote:
Es müsste wirklich mal einen guten Einsteigerkurs: Linux für dummies oder: root für dummies geben.
Ich habe schon versucht, in einem Artikelblock in "Internet Intern" die wichtigsten Grundlagen zu vermitteln. Allerdings habe ich wenigstens Grundkenntnisse von Linux vorausgesetzt. Die folgenden Leserbriefe haben gezeigt, dass dies nicht ausreicht. Viele Rootserverkunden gehen völlig planlos ran und wundern sich dann, wenn sie gehackt werden.

Mittlerweile bin ich der Ansicht, dass man eine kleine Führerscheinprüfung für Rootserver voraussetzen sollte. Ein Crashkurs von einem Samstag Länge könnte die wichtigsten Grundkenntnisse vermitteln und würde nicht die Welt kosten. Wer keine Ahnung hat und auf ein Produktivsystem losgelassen wird, kann mit Kosten von 200€ für solch einen Kurs leben -- er wird eher dankbar für den Crashkurs sein.
wgot
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by wgot »

Hallo,
Pandur2000 wrote:Hmmm..
Wenn ich zu Hause einen Linuxserver aufsetze, mich nicht auskenne, und auch mit Dingen wie dem mta herumspiele, setze ich dann nicht genau so eine Kiste ans Netz
nö, weil Du ihn (zuerst) rein lokal betreiben sollst. Wenn man dann genügend geübt hat um sich auf die Straße zu trauen kann man ihn über DSL und Dyndns in's Netz lassen und die restlichen Erfahrungen sammeln die eine Netzanbindung erfordern. Diesen Schritt kann man meiner Meinung nach auch weglassen.
Es müsste wirklich mal einen guten Einsteigerkurs: Linux für dummies oder: root für dummies geben.
Gibt es genügend, als Bücher und Webdokumente, aber eben alles nur als Leseware. Die Menschen sind aber verschieden bzgl. für sie geeigneter Lernmedien.

Wo bleibt der Volkshochschulkurs, der Schulunterricht und das "Telekolleg" zum Thema Server?

Gruß, Wolfgang
elch_mg
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by elch_mg »

Pandur2000 wrote:Hmmm..
Wenn ich zu Hause einen Linuxserver aufsetze, mich nicht auskenne, und auch mit Dingen wie dem mta herumspiele, setze ich dann nicht genau so eine Kiste ans Netz
nö, auch weil du dann eine dynamische IP hast und deswegen so oder so von den allermeisten MTAs geblockt wirst. D.h. es interessiert dann niemanden, wenn deine Kiste womöglich Spamschleuder spielen will.

Übrigens macht es auch mehr Spaß, zuhause einen Kernel mit, beispielsweise, GRsec zu bauen und auszuprobieren - ich gehe jetzt mal von dem Fall aus, dass du keine serielle Konsole im RZ hast und/oder jeder Reboot Geld kostet. Oder wie auch immer.
pandur2000
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by pandur2000 »

Na, ich hab ne Serielle und meine Reboots kosten nix :)
Aber so weit interessier ich mich an und für sich auch gar nicht, solange mein Webserver, Mailserver, SA und diverse andere Server laufen - bin ich zufrieden. Kernel neukompilieren musste ich an diesem Server auch noch nicht, bei meinem "alten" schon, da gings sich auch um irgendein Modul was nachkompiliert werden musste. ABer hab ich auch hinbekommen ohne Lokal testen zu müssen großartig :)
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by sledge0303 »

Module nachkompilieren ist das mindeste was man bei Betrieb eines (Web)Servers wissen sollte... :!:

Ich lehre als Dozent auf einer virtuellem Umgebung, wo Azubis dann rumpfuschen, installieren und testen können ohne Ende.
VMware ist nicht schlecht, habe mir jetzt mal einen Testkey von Virtuozzo schicken lassen, hatte bislang noch keine Zeit das zu testen.

Mal eine Frage an alle anderen, lohnt es sich in Sachen Performance auch mal XeN und dessen Fähigkeiten auszutesten?
mattiass
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by mattiass »

sledge0303 wrote:
Mal eine Frage an alle anderen, lohnt es sich in Sachen Performance auch mal Xen und dessen Fähigkeiten auszutesten?
Definitiv: JA!
sledge0303
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Re: Neuer Rootserver zum üben .... ich bitte um ein paar Tipps

Post by sledge0303 »

Hallo MatthiasS

Alles klar, schaue ich mir bei nächster Gelegenheit mal an.
Muss mir vorher aber noch ein paar Infos darüber reinziehen, mag bei sowas kein sog. "try and error" ;)