backports selber bauen

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cybermage
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backports selber bauen

Post by cybermage » 2004-03-16 15:52

nachdem ich für mein woody ein paar backports bräuchte würde ich mir die gerne aus den sarge sourcen bauen. und dazu hab ich ein paar fragen :)

1. wie komm ich denn am geschicktesten an die sourcen von sarge?
wenn ich die deb-src einträge von sarge zu meiner sources.list hinzufüge, komm ich nicht mehr an die woody sourcen.
die alternative wäre, das paket aus sources.gz raussuchen und direkt aus dem pool vom mirror holen. gibts da denn nicht ne geschciktere lösung?

2. is der source entpackt, kann ich, wenn benötigt, ihn noch patchen und mit
dpkg-buildpackage -us -uc -rfakeroot
ein .deb daraus basteln.
was muss ich denn bei diesem schritt noch alles beachten?
beim patchen von woody sources hab ich die erfahrung gemacht, dass ich das paket nach dem installieren auf hold setzen muss, da er sonst die original version wieder installieren wollte. blüht mir das auch bei einem sarge backport? oder kann ich da was mit der versionsnummer drehen? :)

3. kann ich das (oder doch der? ;)) selbstgebastelte backport von meinem testserver auf dem ich kompilier auf meinen produktionsserver übernehmen? denn da möcht ich eigentlich keinen compiler installieren :D

man sieht vielliecht, dass mir noch etwas der durchblick im debian paket management fehlt, aber ich bin auch erst seit nem knappen monat aktiver debianer :roll:

captaincrunch
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Re: backports selber bauen

Post by captaincrunch » 2004-03-16 15:58

wenn ich die deb-src einträge von sarge zu meiner sources.list hinzufüge, komm ich nicht mehr an die woody sourcen.
apt-get source PAKET/stable
oder kann ich da was mit der versionsnummer drehen?
In der debian/changelog halt die Minorversion um eins hochdrehen (z.B., da gibt's tausende Ansätze und Meinungen zu).
kann ich das (oder doch der? ) selbstgebastelte backport von meinem testserver auf dem ich kompilier auf meinen produktionsserver übernehmen?
Ja, sofern das Basissystem (Stichwort glibc) gleich bleibt.
DebianHowTo
echo "[q]sa[ln0=aln256%Pln256/snlbx]sb729901041524823122snlbxq"|dc

cybermage
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Re: backports selber bauen

Post by cybermage » 2004-03-16 16:05

CaptainCrunch wrote:
wenn ich die deb-src einträge von sarge zu meiner sources.list hinzufüge, komm ich nicht mehr an die woody sourcen.
apt-get source PAKET/stable
dacht ich eben auch, allerdings kommt sowohl bei .../woody als auch .../stable

Code: Select all

E: Unable to find a source package for
wenn ich die deb-src einträge für sarge entferne bekomm ich mit apt-get source allerdings die woody sourcen ohne probleme.
oder kann ich da was mit der versionsnummer drehen?
da gibt's tausende Ansätze und Meinungen zu.
das hab ich eben auch festgestellt und deshalb einfach mal nachgefragt :)
kann ich das (oder doch der? ) selbstgebastelte backport von meinem testserver auf dem ich kompilier auf meinen produktionsserver übernehmen?
Ja, sofern das Basissystem (Stichwort glibc) gleich bleibt.
ist beidesmal woody, sollte also da keine probleme geben.

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Re: backports selber bauen

Post by captaincrunch » 2004-03-16 16:06

An diser Stelle lehne ich mich einfach mal gaaanz weit aus dem Fenster, und lüfte schon mal eins der "Geheimnisse", die sich gerade hinter den Kulissen beim Debianhowto tun:
http://www.debianhowto.de/howtos/de/backports/

Da wirst du die meisten deiner Fragen beatnwortet bekommen. ;)
DebianHowTo
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dea
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Re: backports selber bauen

Post by dea » 2004-03-16 16:19

*jubel* :-D (Hab' leider auch schon die ersten techn. Fehler entdecken müssen *grrr*)

Cybermage, wenn es sich nicht gerade um "exotische" Software handelt, kann ich Dir auch die Backports von Norbert Tretkowski (http://www.backports.org), Adrian Bunk (bitte selber googlen) sowie die Seite http://www.apt-get.org empfehlen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Du Dir noch nicht einmal die Mühe machen musst, die Pakete selber zu porten ;)

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Re: backports selber bauen

Post by cybermage » 2004-03-16 16:48

ich die einschlägigen backport-seiten schon :)
nur würd ich das zeugs auch gern verstehen und wissen was ich da mach anstatt mir blindlings backports auf mein system zu holen :)

nachdem auf debianhowto auch die sourcen direkt aus dem pool gefischt werden, werd ich das dann doch auch übernehmen und die sarge deb-src einträge wieder raushauen.

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Re: backports selber bauen

Post by dea » 2004-03-16 16:58

Naja, was Du willst ist ja auch eine ganz gefährliche Mischung aus Backports, Pinning und woody. Davon kann ich nur abraten (zumal sarge ja immer näher rückt *g*)

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Re: backports selber bauen

Post by cybermage » 2004-03-16 17:13

da fehlte ein verb in meinem vorherigen posting :?
mir is klar das sarge immer näher rückt
nur muss ich nächste woche nen server aufsetzen und dazu bräuchte ich 2-3 pakete die aktueller sein müssen als woody. allerdings brauch ich die versionen aus sid nicht unbedingt.
also hab ich mir halt gedacht, machste diese 2-3 (sind wohl eher 3 als 2 :)) backports, zzgl. abhängigkeiten, von sarge nach woody, dann haste nicht das problem wenn sarge stable wird (ich geh einfach mal vom nächsten halben jahr aus), dass du dann sid backports auf dem system hast die du gar nicht haben willst.

war das verständlich? denn meine gedankengänge sind ein wenig wirr :D
ich lass mich auch gern eines besseren belehren, aber ich finde meine überlegung gar nicht sooo dumm :)

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Re: backports selber bauen

Post by dea » 2004-03-16 20:43

Na, ich find Deine Gedankengänge schon riskant - auch wenn ich momentan mehr Rotz als Denkbrei in der Rübe hab ;)

Das eine Version X jetzt in sarge ist, hat keine Aussagekraft darüber, ob sie nicht doch von einer "aktuelleren" (ist ja immer so 'ne Sache bei Debian ;) ) aus sid abgelöst wird. Verlassen würd' ich mich darauf (alleine) nicht. Dazu kommt, dass Du in sid den effektiv zuverlässigeren Security-Support bekommst als in sarge. Das betrifft natürlich auch die Backports.

Ohnehin musst Du Dir Gedanen machen, wie Du mit sarge umgehen willst wenn es denn da ist. Backport ist Backport, es geht also kein Weg an einem Pinning-Konzept o.ä. vorbei, auch wenn ich persönlich wesentlich mehr Bammel vor dem alles entscheidenden 'apt-get dist-upgrade' habe als vor der Frage, was mit meinen (vorher deinstallierten) Backports passieren soll.

Bei der doch recht geringen Anzahl an Backports würd' ich eher zu sid-Quellen raten und diese dann schlimmstenfalls downgraden (apt-get remove && apt-get install - aber ohne --purge!).

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Re: backports selber bauen

Post by cybermage » 2004-03-16 21:12

okok ... ich seh schon :)
werd mal noch ne nacht drüber schlafen und dann werd ich morgen mal sehen wie ich das machen werd.

gute besserung dea ;)

kase
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Re: backports selber bauen

Post by kase » 2004-03-18 17:07

Muss Dea da zustimmen, in SID erhält man besseren Security Support als in Sarge, deshalb entweder mit woody "auskommen", oder lieber gleich SID benutzen. (Edit: für Backports natürlich, nicht komplett SID)

Security Support in Zusammenhang mit SID bezieht sich aber darauf, dass die backports natürlich nicht automatisch upgedated werden. Man kann aber bei Fixes einfach die neuen Sourcen saugen und _neu_ backporten. Ich bitte dies zu beachten.