Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

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drbunsen
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Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by drbunsen »

Hi,

ich hab einen Rootie und finde das Recovery-Saystem eingentlich ziemlich genial. Leider habe ich auch noch einen Housing-Rechner in nen anderem RZ, der nicht in diesen Genuß kommt. Damals hatte ich mir noch nicht so viel Gedanken von wegen Recory gemacht, damals konnte ich damit kaum was anfangen ;).

Ich will jetzt nachträglich auf diesem System (Suse 8.1), das nur per SSH erreicht werden kann eine neue Partition erstellen (vorher die andere verkleinern), in die ich ein Linux Rettungssystem einspielen.

Dabei hab ich zwei Probleme:
1. Wie installiere ich per SSH ein 2. System auf die neue Partition, die dann ja auch lauffähig seien muß (per SSH)?
2. Wie schaffe ich es, dass nach einem Reset immer abwechselnd das normale und das Notfallsystem gebootet wird, oder dass ich im Standart-system(dem Notfallsys.) sagen kann "für einmal startest du jetzt das andere System, ansonsten bin ich wieder dran" (oder etwas anderes sinnvolles für den Bootvorgang)

Ich hoffe, dass ich dies realisieren kann, und bitte um eure Hilfe.

Mfg,
DrBunsen

dea
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by dea »

Du könntest als temporäre Partition zunächst die Swappartition verwenden. Da installierst Du nun zunächst das neue System hinein.

Den Rest kannst Du Dir über die Debian-Installationsanleitung (Abschnitt "Installation aus einem Linux/UNIX System") reinfahren. Du müsstest natürlich einiges SuSE-/Debian-Spezifische ändern, die Vorgehensweise bleibt aber gleich.

Allerdings ist das kein Rescue-System wie bei den rooties! Wenn die Platte gefraggt ist hast Du verloren.
Für so etwas böte sich ggf. die Erstellung einer passenden bootfähigen CD mit einer minimalen Installation an. Damit hast Du aber immer noch kein Reboot und keine Steuerung, wohin (CD, Platte) gebootet werden soll.

drbunsen
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by drbunsen »

Ich habe mir überlegt, dass ich mir ab besten ne RAMDISK anlege, in die dann praktisch alles was derzeit auf dem Server ist (außer vielleicht /home, etc.) draufzupacken, dann müßte das doch direkt lauffähig sein. Die ist dann doch bootfähig, wenn ich alle Datein rüberpacke, oder?

Dann richte ich eine Boot-Option "Not" ein, die dann einfach die ramdisk laden soll.
Ich bräuchte jetzt nur noch ein Kommando, dass er jetzt einmal "Not" booten soll, und dannach wieder die "Normal". (Für den Test, später natürlich genau andersrum.

Outlaw
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by Outlaw »

Als Laie frage ich jetzt einfach mal so:

Macht es denn viel Sinn, ein Recoverysystem auf der gleichen Festplatte einzurichten ??

Bei 1&1 läuft das ja getrennt und wenn die Kiste nicht mehr bootet, kommt man doch in den meisten Fällen auch nicht mehr ins Rescue, wenn dies auf der selben Maschine laufen würde ....

Gruß Outi
:D Gruß Outi :D

drbunsen
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by drbunsen »

@Outlaw:
Doch, dass macht schon sinn. Wenn die Festplatte platt geht, hab ich sowieso verkackt. Die Idee ist nur, wenn ich die Konfiguration kaputt kriege, und das System deshalb nicht mehr läuft, dann würde ein rückfallen auf nen Ramdisk doch einiges bringen.

@dea:
dass mit der Swap hört sich ja gar nicht schlecht an, aber aus welche "Debian-Installationsanleitung" beziehst du dich da?

@all: ;)
Mir ist grad eingefallen, dass Suse ja ein rescue-System mit drin hat (Boot-Option "failsafe"). Was bietet mir dieses System, wann und wie wird das gestartet, reicht das vielleicht für meine Zwecke?

Outlaw
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by Outlaw »

Nunja, wenn die Konfiguration Schrott ist und deshalb die Kiste nicht mehr bootet, nützt Dir auch die Ramdisk nix, die muss ja auch erstmal "gebootet" werden, ansonsten is ja die Konfig nicht Schrott, sondern nur "verbogen" ....

Gruß Outi
:D Gruß Outi :D

dea
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Re: Recovery ohne Recovery-Tool (2. Linuxsystem nachträglich)

Post by dea »

IMHO macht es gar keinen Sinn, ein "Rescue"-System auf derselben Platte zu haben. PEX, Floppy oder CD sind sinnvoll aber Festplatte nicht. Du kannst ja noch nicht mal ein fsck fahren wenn Du auf der selben Platte bist mal ganz abgesehen von der Problematik, einem System "on the fly" mitzuteilen, von welchem Medium es zu booten hat wenn man keinen Zugang zur Konsole hat ...

Wg. Debian-Installations-Anleitung: http://www.debian.org/releases/stable/i ... ux-upgrade