ich bin derzeit dabei, mir einen eigenen Rootserver zusammenzustellen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, welche Hardware ich genau verbauen soll(te).
Gehäuse wird es dann ein normaler Midi-Tower mit paar schön starken Lüfter.
Wo ich mir noch unsicher bin...
... ist das Mainboard: Ich mag beim Mainboard nicht knauspern, darf dafür auch etwas mehr kosten. Sollte DDR2 Ram haben, ohne ECC (zu teuer) und integrierte Grafikkarte (ich steck nicht eine hinein, nur dass der bootet und danach nix mehr ausgeben muss :P).
... Arbeitsspeicher... habe ich nicht soviel Ahung, sollte insgesamt 4GB ergeben und mind. DDR2-1066er Rating sein.
Vielleicht könnt ihr mir ja noch ein paar Tipps geben, nehme gerne Feedback entgegen.
BreiteSeite wrote:Ich sagte Feedback, nicht unqualifizierte Antworten...
Du sparst an der falschen Stelle. Aber für einen privaten Server wird das wohl in Ordnung sein. Für eine Kiste, an der dann auch Einkünfte hängen, würde man sich mit der oben genannten Hardware lächerlich machen. Für einen Desktoprechner klingt es allerdings schonmal gut...
BreiteSeite wrote:Das soll kein HighEnd-Server werden. Nur ein leistungsfähiger, privater Rootserver. ;)
Was als Angabe aber immer noch nicht wirklich ausreicht um ein System zu bewerten.
Was ich bei einem Server, den ich beim Provider unterstelle, immer zusätzlich machen würde sind redundante Platten und irgendwas für Remote-Access zu dem System. Denn man kann ja nicht immer gleich hinfahren wenn mal was ist.
Ich will nur Qualität. Der Prozessor wird genommen und (mindestens) 4GB RAM.
Remote Access habe ich, vom Hoster aus. ;)
Redundanz werd ich später nachrüsten, mir sind die Karten für den Anfang zu teuer.
Naja, es wird konkret FTP (per inetd), Lighttpd, Voice und vllt. paar Gameserver drauf laufen. :-)
BreiteSeite wrote:Redundanz werd ich später nachrüsten, mir sind die Karten für den Anfang zu teuer.
Irgend etwas später zu machen ist meist aufwendiger. Und für einen "privaten Rootserver" sollte auch ein Chipsatz-RAID vom Mainboard, oder aber ein reines Software-RAID reichen.
Also eine 2. (oder 3.) Festplatte halte ich auch für sinnvoll. Kostet fast nichts, bringt dir aber Reduance und/oder Performance. Eine RAID Karte brauchst du nicht, da reicht das Linux Software RAID.
Außerdem frage ich mich, ob ein Miditower ok ist? Bei vielen Hostern sind nur Rackserver möglich, oder zumindest billiger. Sehr viel mehr kosten solche Gehäuse nicht.
„If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one
of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence,
then somebody will do it that way.“ -- Edward Aloysius Murphy Jr.
Habe wegen Festplattenspeicher gute Erfahrung mit Hardware-RAID Karten von 3ware gemacht (http://www.3ware.de/products/index.asp) - die bekommst du immer mal bei E-Bay gebracht relativ günstig. Wenn Du Raid haben willst, würde ich diese Variante dem Software-Raid vorziehen.
Wegen RAM würde ich an Deiner Stelle lieber ein langsameres nehmen und dafür ECC Fehlerkorrektur. Ansonsten nimm lieber generell Server-Hardware und keinen Consumer-Mist - letzterer ist einfach nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt. Außerdem solltest Du den Stromverbrauch berücksichtigen - den zahlst du in den meisten Rechenzentren nämlich extra.
Interessant wäre mal zu erfahren, welche Dienste und Zugriffsraten der Server aushalten können soll. Ansonsten ist es schwer zu beurteilen, welche Komponenten den Löwenanteil vom Budget abbekommen sollten... Als Faustregel: Datenbanklastige Server brauchen viel RAM; die CPU spielt eher eine untergeordnete Rolle (auch ein "kleiner" Dual Core ist meist mehr als ausreichend). Bei Gameservern sollte man die CPU aber eher nicht vernachlässigen und einen 50:50-Mix draus machen.
Teure Festplatten (SCSI, FC, SATA mit 10k RPM) lohnen (meist) nicht, hier tut's einfachere Ware. Bei SATA mal nach 24/7-Platten Ausschau halten, die für Dauerbetrieb ausgelegt sind. RAID-Controller sind überflüssig, solange nicht RAID5 oder 6 gefahren werden sollen (nur dann bringt die Verlagerung der Parity-Berechnung auf den Controller eine Entlastung der CPU, die Modi 0, 1 und 10 belasten selbige ohnehin so gut wie gar nicht). Das Geld für einen 2-Channel-Controller würde ich lieber in eine dritte und vierte Platte investieren und das System im Software-RAID10 fahren.
Ein Consumer-Board würde ich auch nicht grade verbauen; da sind einfach zu viele Sachen drauf, die kaputt gehen können (USB, eSATA, Sound, Firewire, etc.) Lieber ein solides Server-Board, und was noch fehlt wird per PCI(e)-Karte nachgerüstet (z. B. Netzwerk).
Ansonsten gilt für ein System im Housing Betrieb: Redundanz, Redundanz und noch mal Redundanz. Zumindest Netzteil und Platte(n) sollten mehrfach eingebaut sein (z. B. 2 Platten im RAID1, eine als Hot Spare), und Lüfter ebenfalls so ausgelegt, dass die Kiste nicht gleich beim Tod einer Komponente runterfährt oder gar Schaden nimmt. Bei allen anderen Komponenten kommt man eh nicht ohne Downtime davon, wenn mal was schief geht :?
Alles in allem ist man mit einem Build-to-order Server (Dell, ICO, Thomas-Krenn) sicherlich besser bedient als beim Eigenbau - sowohl was den Preis als auch Gewährleistung und Qualität angeht.