OpenVZ vs Xen auf Nutzerseite

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theomega
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OpenVZ vs Xen auf Nutzerseite

Post by theomega » 2009-03-29 18:19

Hallo Leute,
ich habe momentan einen VServer mit OpenVZ angemietet, auf dem soll eigentlich nur das Monitoring laufen. Dumme Sache ist: Irgendjemand auf dem VServer (also ein anderer Nutzer) verbrät hin und wieder soviel IO, dass der Server überhaupt nichtmehr Benutzbar ist (vmstat zeigt 100% iowait an, ich selbst bin es aber definitiv nicht).

Frage: Bei anderen Virtualisierungs-Lösungen wie Xen, ist dort der Seiteneffekt den anderen Benutzer auf mich haben geringer? Verhält sich ein Xen-VServer evtl planbarer für mich? Mir ist nur eine berechenbare Leistung wichtig, ob es jetzt 250 oder 500 MS dauert etwas durchzuführen ist mir egal, sollange es nicht hin und wieder 10 Sekunden braucht, nur weil jemand anderes extreme Sachen macht.

oxygen
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Re: OpenVZ vs Xen auf Nutzerseite

Post by oxygen » 2009-03-30 00:38

Das lässt sich schon "planen", z.B. mit dm-band (vgl. http://kerneltrap.org/Linux/Dm-band_Blo ... Controller) aber einen Grundsätzlichen Vorteil hat Xen vermutlich nicht. Es hängt alles von der Konfiguration des Hosts ab.

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daemotron
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Re: OpenVZ vs Xen auf Nutzerseite

Post by daemotron » 2009-03-30 09:49

Der einzige Vorteil von XEN für den Kunden ist IMHO, dass selbiges anders als OpenVZ keine Ressourcenüberbuchung zulässt (z. B. beim RAM). Allerdings habe ich auch bei OpenVZ-Systemen bisher noch nicht das Problem gehabt, nicht über die garantierte Mindestspeichermenge verfügen zu können - der Bottleneck sitzt meist woanders (I/O), und daran ändert auch Xen herzlich wenig.
“Some humans would do anything to see if it was possible to do it. If you put a large switch in some cave somewhere, with a sign on it saying 'End-of-the-World Switch. PLEASE DO NOT TOUCH', the paint wouldn't even have time to dry.” — Terry Pratchett, Thief of Time