:!: mit
Spiegeln meint er wohl:
- Web-Dateien
- Datenbanken
- Mails
- die Konfiguration der virtuellen Hosts (Apache, FTP, Mail, Mysql, ...)
- Software-Installation
Schön. Dazu mal allgemeine Ã?berlegungen statt einem Howto: Dann hast du also zwei Server, einer davon steht in Bereitschaft. 8) Dummerweise weisst du nie, welcher Server zuerst kaputt geht. Wenn der Produktiv-Server kaputt geht, musst du die Domains per DNS auf den anderen umleiten, gut. Wenn der Bereitschaftsserver kaputt geht, musst du dir schleunigst einen weiteren Server aufsetzen, damit du deinem Anspruch an hoher Verfügbarkeit gerecht werden willst. :arrow: Also benötigst du eigentlich drei Server. 8O Aber vielleicht trägst du dieses Restrisiko.
Zu den Nameservern: Generell sollten die Nameserver wesentlich zuverlässiger am Netz sein als die Web- und Mailserver. Aber bitte: Dein Bereitschaftsserver könnte primary NS für die Domains spielen, der Produktiv-Server könnte dann der seconday NS sein. Beim Ausfall des Produktiv-Servers wäre "nur" der secondary NS down. Dann hast du Zugriff zum primary NS und änderst dort die IPs für die Domains und evtl. die MX. Beim Ausfall des Bereitschaftsservers wäre der primary NS down, doch der sekundäre NS auf dem Produktiv-Server würde dann die Zone noch einige Zeit liefern können (die Expiry beträgt gewöhnlich eine Woche).
Ã?brigens: DNS
propagation dauert grob max. 24 Stunden, im Mittel wohl 12 h. Es sei denn du setzt die min. TTL kleiner als die üblichen 24 h. Doch längst nicht alle Access-Provider beachten das. Bei einer Störung des Produktiv-Servers bist du also u. U. max. 24 h offline -- falls der Produktiv-Server nicht schon vorher wieder online geht. Das betrifft auch den Mailverkehr. Schön wäre es, falls du einen soliden secondary MX in der Hinterhand hast. Hierfür den jeweils anderen Server einzusetzen dürfte die Konfiguration erschweren.
:!: Es kommt eine weniger technische Aufgabe dazu: Du musst die User der Präsenzen aktiv und zeitnah auf die geänderten Zugangsdaten hinweisen. Die User sollten nicht so lange warten müssen, bis im DNS die neue IP-Adresse einer Domain gelandet ist. Sie sollten auch nicht von selbst diese Störung bemerken und sich dann bei dir melden müssen, um die neue IP in Erfahrung zu bringen. Wohl dem, der die User auch dann erreichen kann, wenn deren "Posteingangsserver" gerade die Grätsche gemacht hat. Z. B. via alternative Mailadressen oder telefonisch. :x Wenn die User von der Störung erst nach dem DNS-Update erfahren, wenn sie endlich wieder ihre Mailboxen poppen können, empfinden die das wohl als "viel zu spät, unverschämt!"
So ein "Spiegeln" mit IP-Update der Domains/MS lohnt ja eigentlich nur bei Ausfällen, die länger als 12, 24 Stunden andauern. :?: Die Frage ist: wie wahrscheinlich ist dieser Fall und wie aufwändig ist dieses doch auch fehlerträchtige Setup?
:idea: Statt dieses Aufwandes sollte man eher mehr in das Produktiv-System investieren, z. B. in ein RAID1-System, Qualitätshardware und schließlich bei einem Provider hosten, der erwiesenermaßen flink bei gemeldeten Hardware-Störungen reagiert. Letzteres bedeutet: der Provider ist 24/7 telefonisch erreichbar und die Wartezeit in der Hotline ist nicht zu groß. :P Zuguterletzt sollte man sich nicht darauf verlassen müssen, dass außerhalb der "Geschäftszeiten" der Chef per Handy immer erreichbar ist.