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Planung der Systeme

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Entscheidungsgrundlage

Es fängt mit der Frage an: "Was will ich erreichen?"

Benötige ich eine hohe Verfügbarkeit oder spielt auch eine hohe Performance eine entscheidende Rolle? Die nachfolgende Lösung wird zwar beides, so weit es geht, berücksichtigen, muss allerdings unterschiedliche realisiert werden bzw. Bedarf unterschiedlicher Architekturen und Setups. Sehen wir uns dazu beide Schaubilder an.

2 Node Umgebung

Erstmal vereinfacht dargestellt, wie eine entsprechende Konfiguration aus sehen kann. Als blauber Block sollte hier signalisiert werden, dass alle 3 Dienste auch auf einen physischen Host gepackt werden können. Dies macht dann Sinn, wenn die Perforance noch kein Problem ist, man jedoch eine hohe Verfügbarkeit erreichen möchte. Cluster.png

Mehr Node Umgebung

Die 2. Grafik Unterscheidet sich von der Ersten lediglich in mehreren Detailinformationen eines möglichen Aufbau. Zur kurzen Erklärung:

Der 1. Rechner ganz oben im Bild soll den Client / Webuser darstellen, wie er über die Clusterip auf das nachfolgende System zugreift. In 2. Reihe stehen die redundant ausgelegten Loadbalancer welche auch als Mailserver und WAF geplant sind. Wie schon erwähnt, man kann alle Dienste auf einen / bzw. 2 wegen der redundanz, physische(n) Host(s) reduzieren.

Danach folgt das typische bei vielen Provider im vlan befindliche Gateway. Für uns ist dies erstmal nicht interessant. Ausser, man baut ein eigenes Netzwerk auf und möchte über Firewall die Zugriffe regeln.

Danach folgt das Herzstück des Systems. Der Webserver und die Datenbank. Hier habe ich eine Trennung der Dienste vor gesehen, damit man beide Dienste bestmöglich optimieren kann. Aber hier besteht die Möglichkeit die Dienste horizontal "beliebig" zu skalieren. Zumm Engpass wird hier lediglich der Datendurchsatz des vlans und die synconisation der Daten. Mit einer weiteren Schicht eines eingebunden Storages ist zumindest der sync der Daten nicht mehr entscheidend.

Web-Cluster-v1.0.png

Sofern Ihr den Host entsprechend auf bauen möchtet, druckt bitte die jeweilige Grafik aus und notiert eure IP Adressen und Hostnamen. Wir werden es noch benötigen.

Entscheidung

Nachdem wir uns die obigen Schaubilder verinnerlicht haben und uns die Kommunikation innerhalb des Setups verinnerlicht haben, stellt sich die Frage, was bietet mir mein Provider und was benötige ich?

In der minimalsten Art, genügt ein vlan aller Hosts. Hier bindet man sich allerdings an einen Provider. D.H. Alle beteiligten Rechner stehen im gleichen Datacenter bzw. dem gleichen Provider und müssen über min. 1 im Idealfall über 2 Interfaces verfügen. Wichtig ist jedoch, dass, die erste Gruppe an Rechner min. über 2 Netzwerkinterfaces verfügen müss! I.d.R. ist dies bei Rootserverangeboten mit verfügbarem Vlan, auch gegeben.

Optional sollte der Provider eine ClusterIP / FailoverIP oder / und BalancerIP an bieten. Beides ist i.O. ein vorgelagerter Balancer erspart uns jedoch ein Failoverlösung in der 1. Instanz.

In Kürze Zusammen gefasst, was wir benötigen:

   * Server mit 2 Netzwerkinterfaces
   * Vlan
   * Optional ein vorgelagerter Balancer oder Clusterip.

Jetzt stellen wir uns lediglich noch die Frage: Reicht die bisherig Performance oder müssen wir mit einer erheblichen Laststeigerung rechnen? Um diese Frage zu klären, bedarf es eine Performance Analyse auf einer möglichst identischen aber min. vergleichbaren Hardware.

Genügt die Performance dicke, reichen 2 Server. Müssen wir mit einer erheblichen Last rechnen, sollte man sich überlegen, ob man 4,6 oder deutlich mehr Nodes benötigt. Die Entscheidung kann ich in diesem Artikel nicht ab nehmen. Es ist jedoch zu empfehlen, den Betrieb für eine 6 Node Umgebung vor zu bereiten. Ich gehe hier von einer sauberen Trennung aller System aus.

Achtung! Wer die Systeme zusammen legt, sollte zuerst die Dokumentation vollständig lesen, damit man die Partitionierungen zur Installation des Betriebsystems richtig wählt!